Ein #aufschrei hallt durch unsere Hallen…

Es ist nun 4 Tage her, dass @marthadear den Vorschlag zur Sammlung der Erfahrungen mit Sexismus auf Twitter gestartet hat. 4 Tage in denen ich diskutiert, gewettert, geweint und gelacht habe… und das ist in diesem Falle vollkommen wortwörtlich gemeint.

Ich lese gerade kein Buch… ich lese #aufschrei Tweets. Keiner der Tweets wundert mich. Alltagssexismus ist auch Alltag für mich. Mir wird alle Nase lang schlecht von den Kommentaren der Menschen die um mich herum leben. Ob nun männlich oder weiblich oder aus den Medien.

Humor ist unterwandert von Sexismus und sobald man über die dahingeworfenen Platitüden nicht lacht gilt man als humorfrei, prüde, versteift und unangenehm. Ein Dorn im Auge der Gesellschaft.

Menschen fühlen sich schnell angegriffen. Kritik perlt ab und wird ausschließlich als Provokation wahrgenommen und schon stehen die Fronten. Aber warum muss das so sein. Wenn wir über den #aufschrei reden und so vielen Menschen klar ist, dass wir ein Problem haben. Ein Problem, das bisher nicht thematisiert wurde, dass im Alltag immer wieder runtergeschluckt wird dann können wir auch über die Lösungen reden, und die sind fast Naheliegend. Wir brauchen ein neues Bewusstsein. Zu oft orientieren wir uns an gemütlichen Vorstellungen von Geschlechterrollen, die schon ewig veraltet sind. Wir fallen auf ein weiches Kissen aus Missständen aus vergangenen Zeiten.

Ich habe schon vor geraumer Zeit angefangen das Schweigen zu stoppen. Wenn jemand etwas sagt, dass nicht angebracht ist bekommt er von mir eine klare Ansage. Das würde ich mir auch von Männern wünschen. Zu oft habe ich in Gesprächen gehört, dass ein Mann ja nicht für Frauen eintreten kann, dass ein Mann kein Feminist sein kann etc. Das halte ich, klar herausgesagt, für Schwachsinn. Es gibt keinen realistischen Grund warum ein Mann nicht einen anderen Mann auf sein Fehlverhalten aufmerksam machen kann und so blöd es auch ist, dass viele nicht auf Ansagen hören, die aus dem Mund einer Frau kommen desto hilfreicher wäre es doch Respekt zu Menschen, und damit sind alle Geschlechter gemeint, zu einer Angelegenheit für Alle zu machen.

Ich bin froh, dass das Thema in der Masse diskutiert wird, auch wenn einige Standpunkt mir die Tränen in die Augen treiben und mir eine enorme Wutfalte verschaffen.

Ich möchte das Menschen sensibilisiert werden.

Ich möchte keine Gespräche mehr, mit Nice-Guy-Syndrom-Geplagten. Keine Witze über “Schlampen”, keine Beschuldigung von Missbrauchsopfern, keine niedrigen Erwartungen gegenüber Frauen im Beruf, keine Sprüche darüber, dass erfolgreiche Frauen sich doch nur hochgeschlafen haben. Keine Cat-Calls. Keine Annahmen über meine Wünsche. Ich möchte mich sicher fühlen und als Mensch respektiert werden, mit meinen Ansichten und meinen Grenzen so wie jeder andere auch.

Ich muss abschließend anmerken, dass ich auch teilweise positiv überrascht bin von den reflektierten Männern in der Diskussion (sowohl reflektierten als auch Männern enthält einen Link :P)

Also bitte liebe Mitmenschen, macht euch die Mühe über euer Handeln nachzudenken. Macht euch die Müher euch in die Schuhe anderer reinzuversetzen und kämpft weiter für den respektvollen Umgang miteinander. Im Falle eines Falles ist eine Entschuldigung auch immer ein guter Weg für einen Neuanfang… verhärtete Fronten bringen niemandem etwas…

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